Zeitenwende – persönlich und für die Welt.

 

Zeitenwende. Alle Welt spricht von der Zeitenwende. Was soll das bedeuten und was kann ich als einzelne Person schon ausrichten, um Einfluss zu nehmen auf die Extreme, die sich heute in der Welt zeigen? Ob ein Donald Trump in den USA, ein Putin in Russland oder andere Diktaturen, wie in Ägypten, China oder Syrien: Diktaturen sind kein Auslaufmodell, sie sind brandheiß.

Halten wir einmal kurz inne, bevor wir Herzrasen oder gar einem Infarkt unseres Lebenszentrums erliegen. Atmen wir tief in den Bauch. Und besinnen wir uns einmal auf die hermetischen Gesetze, die sogenannten universellen Gesetzmäßigkeiten, über die gesagt wird, dass sie ewig wirken. Wir sind „all-eins“, d.h. schlussfolgernd, wenn ich meine Stimmung erhöhe, erhöhe ich die Stimmung und Schwingung auf der Welt. - So kann ich Einfluss nehmen auf die Welt. Ha!

Ein anderes, ähnliches, dieser hermetischen Gesetze besagt „wie innen so außen“. Mahadma Ghandi brachte die hoffnungsvolle Aussage in die Welt „Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst“. Er lehnt damit an das eben genannte Gesetz des „wie innen so außen“ an.

Gehen wir einmal „step by step“, frei nach Whitney Houston, dieses Überlegung durch. Was bedeutet das für jede und jeden Einzelnen für uns und für unsere Möglichkeit der Einflussnahme auf die Welt?

Die Gesellschaft, in der wir leben, prägt die Individuen elementar, es besteht eine Wechselwirkung zwischen der Identität des Individuums und der Gesellschaft in der wir als Individuen leben. Wir können uns dem als Einzelne und als Einzelner nicht erwehren. Seien wir also nachsichtig mit uns selbst und betrachten wir uns und all die Regungen, die sich da in unserem System zeigen, seien sie schambesetzt, rassistisch oder despektierlich, erst einmal mit einem offenen Herzen, ohne uns zu erschrecken und unsere Herzen gleich wieder zu verschließen dafür.

Heute leben wir in den Ruinen der christlich abendländisch geprägten Gesellschaft, in der das archaisch Männliche, der Logos, höher bewertet wird als das Weibliche, das Empfangende, das lebensspendende Prinzip. Faktisch sind jedoch beide archaischen Energieformen, die in jedem und in jeder Einzelnen von uns existieren, gleichwertig. - Ich habe neulich selbst an mir feststellen, wie ich eine Abwehr empfand gegen das „passiv Weibliche“ in mir. Da schrie mich meine Sozialisation, mit einer alleinerziehenden, voll berufstätigen Mutter, die immer funktioniert hat, geradezu an. - Meine Empfehlung: versuchen wir uns all das anzuschauen, was in uns geschieht, frei von Wertung, um damit umgehen, es heilen und ausgleichen zu können.

Wir produzieren unsere Burn-outs selbst, wenn wir dem ewigen Aktionismus, der in der Leistungsgesellschaft propagiert wird, zu entsprechen versuchen, und dem Logos folgen, der ausschließlich das denken kann, was er bereits kennt.

Wir brauchen eine Balance der Energien. In der Psychotherapie wird das Gleichgewicht zwischen Lust- und Pflichtprinzip empfohlen. Leichter gesagt als getan, doch es zeigt in der Umsetzung Wirkung (selbst immer wieder erpobt! „Das Private ist politisch“, feministischer Slogan, den ich zeitlos ans Herz lege).

Jede und jeder braucht diese Balance, wie die Welt in der wir leben, um kreativ und flexibel sein zu können mit den Herausforderungen, die uns immerzu begegnen. In uns und in der Welt braucht es die Balance dieser archaischen Energien. Fangen wir also mit uns selbst an. - Interessanterweise bewirkt ein Trump Protestbewegungen und Empowerment der Frauen und der Minderheiten, weltweit. 

 

Das vermeidlich männliche Prinzip „höher, schneller, weiter“, der Darwinismus mit dem Glaubenssatz „der Stärkere gewinnt“, scheint in den Diktaturen dieser Welt auf dem Vormarsch – so auch in jedem und jeder Einzelnen von uns – und zugleich regt sich und zeigt sich das Gegenprinzip , weltweit oder durch Protest des Organismus, individuell, wenn wir "nicht mehr können" oder krank werden.

Beobachten wir unser Innenleben also einmal mutig und frei unter dem Aspekt der Einflussnahme der gesellschaftlichen Prägung, so fällt es vermutlich leichter mit all dem Vorgefundenen in Annahmen zu sein, ohne sich postwendend schuldig zu fühlen – für Rassismen im System, für Abwertungen dem „Passiven“, dem Weibliche oder Minderheiten gegenüber.

Ich kenne keinen wirkungsvolleren Weg zur Selbsterkenntnis, auf dem Weg zum Empowerment, als sich alles anzuschauen in einer/in einem, frei von Wertung – und es zum einen als Folge gesellschaftlicher Prägung, sowie als Ursache-Wirkungs-Prinzip anzuschauen, um dann offenen Herzens weiter damit zu verfahren zu können.

Um den „göttlichen Flow“ in uns zu aktivieren, scheint es erforderlich die beiden archaischen Energieformen wieder als gleichwertig und als sich ergänzend (in uns) wahrzunehmen. Wir können uns selbst in jeder Situation beobachten, unseren inneren Mann, unsere innere Frau, sind sie ein Team, schlagen sie mit einem Herzen, sind sie vereint und in Harmonie oder in Disharmonie in uns?

Sind wir die Veränderung, die wir in der Welt sehen möchten? -
Im Mikrokosmos findet sich bekanntlich der Makrokosmos (alte Soziolog*innenWeisheit).

Ganz banal: Gehen wir raus in die Welt mit einer guten Stimmung, so ziehen wir Lächeln und eine ebensolche Stimmung aus dem Außen an. Wir erhöhen die Schwingung im Außen.
Gehen wir raus mit dem Gedanken „was für ein fu**** Tag“, so empfangen wir ebendiese Stimmung im Außen, schützen unsere lichten Energien nicht und lassen uns mitunter fressen von Ängsten und Pessimismus. -

Hier wirkt dann das Gesetz der Anziehung, ein weiteres hermetisches Gesetz.

Meistern wir uns selbst, meistern wir die Welt. Es braucht Mut für die Transformation all dessen, was im Ungleichgewicht – in uns – ist. Ich finde, dass es sich lohnt mutig zu sein und ja zu sagen für eine höhere Schwingung und zum Leben. Es gibt viel zu gewinnen, für uns und die anderen. - Hierbei handelt es sich nicht um positives Denken, das alles andere ausblendet. Hierbei heißt es „beobachte die Realität und komme aus dem Leiden heraus". Vielleicht entscheiden wir uns dazu das Glas als halbvoll statt es als halbleer zu betrachten. Versucht es einmal – mit Blick auf die Uhr, für ein paar Minuten, die Welt in ihrer Fülle und uns selbst als entscheidungsbefugt und einflussreich zu erleben. Viel Freude bei der persönlichen Zeitenwende und einer höheren Schwingung für die Welt! 

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